Monthly archives of “April 2014

als ich

durs grünbein einen roten plastikhund verkaufte.
die gäste draussen / eines sponsors in kultur
erhörten, was der vorstand sich zu sagen hatte.

die nacht war kühl und catering und
ausserordentlich das leben. als er allein
im laden koons, den teuren trash gelassen sah.

ich fragte ihn ob er.. und einmal nur
so ausserordentlich / war ich
verlegen und mein herz gepocht – als kind
bei toni schumacher.

rezepte

für den modernen menschen eine zumutung
für den anderen rosinen. die zäune
die uns zu nachbarn wollten sind aus draht
geblieben – entschlossenheit das wesen der natur.

wäre wohlstand
die spirituelle seite des geldes, wohin würde
man ausweichen?
es wäre wie das auto des vaters, mit dem
– fahren nur im kreis.

hunger sucht heimat

mit der sehnsucht eines flüchtlings.
ohne anfang sich
endlich fressend in den restaurants, die sein exil
ausgekostet.
die folklore, die ihm suggerieren
wollte, er wäre am ende geographisch
wirklicher und gehöre hier hin.

möglicherweise fertig
woanders
wo er nie war, ausser in der erinnerung, die
urbaner ist als sein wohlsein.

der wunsch minimalist zu sein
– klappt nicht, darum
möglicherweise weiter: völlig, aber
wer ist das nicht?
exilante gefühle, exellente gefühle.
irgendwas
behält zwischenzeitlich jeder.

deutsche liebe

gelehrt. gewollt
im grunde aber
was anderes gewollt.
reformhausleidenschaft
das gegenteil von zeit
ist geld ist arbeit –
nehmer rechte kastrieren
meiner umgebung mich
meiner frau
meiner sprache, ec-karte, geduld
meiner tat die mir –
die mir was?
verschiedene horizonte eines
himmels, der stürzt wie ich ihn
ansehe
in sich zusammen.
liegt als ein abgeschnittener sack
wie übrig geblieben in einer schale
gewölbt aus dem wunder der erde
und nackt wie ein ganzer tag.

feigenbäume / porzellangelenk

ein fuß vor den anderen & palliativ – gesetzt
kein vorwärts kommen, kein zurück
des gaberechts, das grün von feigenbäumen.
der glanz somatischer keramik
krematorisch unbrauchbar
gemacht und
grün wie ein wurf ins weitere.
das wunder
moduliert, verworfen, weggeworfen danach
danach gesucht.
die wunde wieder
gesucht im aufguß dunkler feigenblätter
– glühend gegen das gelenk –
gehalten, weil jedes wunder im anfang
seine wunde hat.
zum einen zumindest.
zum anderen aber
vielleicht weil feigenbäume / porzellangelenk
nicht allein in meinem leben
gefehlt hätten, wäre da
nicht meine schöne frau gewesen.

Sich ununterbrochen bedroht fühlen hier

ein Land in dem das angenehmste noch der Herbst,
die Infrastruktur.

Hier leben:
eine biographische Liquorpunktion, die besagt
mein hartes Nervenwasser usw.

Wäre die Zeit die man braucht hier nur so zart
wie nur die Zeit, die man hat in einem Bus
der noch nicht angekommen – ist

meine Wirbelsäule gegen
die Gerüste des Hauptbahnhofs wie eine Birke
gestemmt gegen Stahl u. lächerlich.

fuckface

was es heisst den freien fall zu ertragen
den blick aufs körbchen dabei
das schlimmste und am schwierigsten wird sein
die stürzenden aufzufangen.
sobald der metabolismus den radikalismus
erstmal endgültig ersetzt
hat und die grammatik
nicht mehr dem aussehen desjenigen
enspräche, der spricht.
wogegen sollte man
sich noch – von da an –
wird sich keiner wehren.

enough

«eigentlich hatte sie
ausser ihm die haare zur seite zu kämmen

nichts gesagt.»

wenn ich einen roman
geschrieben hätte, ich wüsste

nicht ob diesem anfang – oder ende noch
etwas hinzuzufügen wäre.

Manicure, daneben.

Manipulierte Gerüche
des Glücks, Aroma der Verweigerung.

Wenn ich sie schnitt – schneiden ließ
von Dir, ich schaute dabei
das schmale Fenster zugewucherter
Efeu-Skelette und Tauben, die
die Hitze der Luft mit ihren Milben: fedrige Pollen
aus Ansteckung verließen gegen Sommer,
gegen Ende.

Der schneidige Halbmond eines Herbstes,
den wir so sehr und ca.
10 mal gefühlt
in meiner Rechten gegen
die zurückgelassenen
Gerüche der Tiere der Luft des Hinterhauses
geworfen haben.